Gelang es ihm mit Ernst, den Leichtsinn zu besiegen, So hat der Weise schon der Weisheit Turm bestiegen Und schaut, selbst ohne Sorg', auf die besorgte Menge, Als säh' von hohem Berg im Tal er das Gedränge.
Unwissend Volk gibt sich dem Leichtsinn töricht hin; Der Weise wahrt den Ernst als köstlichsten Gewinn.
Wer wenig Verse weiß, doch nach der Lehre wandelt, Von Gier und Haß und Wahn in Weisheit frei geworden, Nicht hier, nicht dort mehr hangt, gehört in unsern Orden.
Hier und auch nach dem Tod ist froh, wer Gutes tut; Er freut sich, weil er weiß, sein Streben hier ist gut.
Der Regen schadet nicht, wenn gut gedeckt das Haus; Ist Denken gut gepflegt, dann bleibt Begierde aus.
Wer Unechtes für echt, für unecht Echtes hält, Der kommt zum Echten nie; sein Sinn ist falsch gestellt.
Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet: Kommt aus getrübtem Geist dein Wort und dein Betragen. So folgt dir Unheil, wie dem Zugtier folgt der Wagen.